Einführungsangebot −20 % — Gratismuster, nur der Versand von 3,90 € bleibt zu Ihren Lasten
LandhausdieleFischgrätChevronVersailles Verlegung & Beratung Blog Showroom Nach Maß Händlerbereich →

Parkett vor der Verlegung akklimatisieren: die Anleitung

Die Ursache Nummer eins für schüsselnde oder aufgehende Böden. Wie lange, unter welchen Bedingungen und wie Sie prüfen, dass es passt.

Ein Parkett, das im Winter Fugen bekommt oder im Frühjahr schüsselt, ist fast nie ein schlechtes Parkett. Es ist ein zu früh verlegtes Parkett. Die Akklimatisierung ist der Schritt, den alle kennen und viele abkürzen — sie ist die häufigste Schadensursache bei Holzböden.

Warum sie nötig ist

Holz ist hygroskopisch: Es tauscht ständig Feuchtigkeit mit der Umgebungsluft aus, bis es sein Gleichgewicht findet. Nimmt es auf, quillt es; trocknet es, schwindet es. Und diese Bewegungen finden vor allem in der Breite statt, kaum in der Länge.

Ein Parkett, das in einem Lager bei 60 % relativer Feuchte gefertigt und gelagert wurde und in einen Neubau mit 75 % oder in ein beheiztes Haus mit 35 % geliefert wird, bewegt sich. Verlegt man es, bevor es fertig gearbeitet hat, setzt es die Bewegung genagelt, verklebt oder verklickt fort — und dann muss etwas nachgeben.

Was das konkret bedeutet

  • Zu feucht verlegt, trocknet das Parkett danach und schwindet: Zwischen den Dielen entstehen offene Fugen, manchmal mehrere Millimeter.
  • Zu trocken verlegt, nimmt es auf und quillt: Es drückt gegen die Wände, und da es nirgends hin kann, hebt es sich. Das ist die Schüsselung.

In beiden Fällen ist keine Korrektur ohne Rückbau möglich.

Die Bedingungen

Akklimatisierung heißt nicht, Pakete in einer Garage abzustellen. Vier Bedingungen müssen erfüllt sein:

  1. Das Parkett im Raum, in dem es verlegt wird, nicht im Flur und nicht im Keller.
  2. Die Wohnung im normalen Nutzungszustand: Heizung an, wenn Winter ist, Fenster zu, Lüftung in Betrieb.
  3. Alle Nassarbeiten abgeschlossen und trocken: Estrich, Putz, Farbe, Spachtelung. Trocknender Putz gibt enorm viel Wasser an die Luft ab.
  4. Pakete flach gelagert, einige Zentimeter aufgeständert, nie hochkant an der Wand.

Pakete öffnen oder nicht?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Die Regel, die funktioniert:

  • Mehrschichtparkett — Pakete geschlossen lassen. Mehrschichtparkett ist konstruktiv stabil, und die Verpackung schützt vor einem abrupten Feuchteschock. Das schreiben auch die meisten Hersteller vor.
  • Massivparkett — Pakete dürfen geöffnet, die Dielen sogar auseinandergelegt werden, für eine schnellere und gleichmäßigere Akklimatisierung.

In jedem Fall gilt die Herstelleranleitung, sie geht jeder allgemeinen Regel vor.

Wie lange?

Situation Dauer
Mehrschichtparkett, bewohnte und stabile Wohnung 48 bis 72 h
Mehrschichtparkett, Neubau oder frische Renovierung 5 bis 7 Tage
Massivparkett 7 bis 15 Tage
Breites Massivparkett oder feuchte Wohnung bis zu 3 Wochen

Diese Zeiten setzen ordentliche Bedingungen voraus. In einem frisch verputzten Haus reichen zwei Wochen nicht.

Die Zielwerte

Zum Zeitpunkt der Verlegung strebt man an:

  • Raumtemperatur: 18 bis 22 °C.
  • Relative Luftfeuchte: 45 bis 65 %.
  • Holzfeuchte: um 9 %, mit einer Toleranz von plus/minus 2 Punkten.
  • Restfeuchte des Estrichs: unter 2,5 % bei Zementestrich, unter 0,5 % bei Anhydrit. Mit Fußbodenheizung liegen diese Schwellen noch niedriger.

Ein Hygrometer kostet rund fünfzehn Euro. Es ist die rentabelste Anschaffung der ganzen Baustelle.

Der Fall Fußbodenheizung

Ein zusätzlicher Ablauf ist zwingend: Das Funktionsheizen des Estrichs muss vor der Verlegung durchgeführt und protokolliert werden, dann wird die Heizung während Akklimatisierung und Verlegung abgestellt oder reduziert und danach schrittweise wieder hochgefahren.

Der häufigste Fehler

Im Neubau verlegen, „weil der Fliesenleger nächste Woche kommt”. Ein frisch errichtetes Gebäude enthält Dutzende Liter Wasser in Wänden und Bodenplatte. Parkett ist das letzte Gewerk auf der Baustelle, nie das vorletzte.

Wir liefern europaweit in 2 bis 10 Tagen: Bestellen Sie früh, halten Sie aber die Akklimatisierungszeit vor der Verlegung ein.

Zum Katalog

Quellen

  • CSTB — hygrothermische Bedingungen bei der Parkettverlegung.
  • FCBA — hygroskopisches Verhalten und Gleichgewichtsfeuchte des Holzes.